Monats-Archive: Juni 2004

Krebs durch Kondome, und die Behörden schauen zu – Teil 2

Wir berichteten bereits am 3. Juni darüber: Krebs durch Kondome, und die Behörden schauen zu.

Immer noch schweigt das Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart und beruft sich auf rechtliche Gründe:

Zitat: Aus rechtlichen Gründen können wir keine Aussagen zu einzelnen Herstellern von Produkten machen.

Auf der Homepage CVUA (Chemisches und Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart) ist weiter zu lesen:

Zitat 1: Die Bilanz: aus 29 von 32 getesteten Kondomen waren N-Nitrosamine bei simulierten Anwendungsbedingungen herauslösbar; die höchste gemessene Abgabe betrug 660 Mikrogramm pro Kilogramm Material. N-Nitrosamine werden bei Schleimhautkontakt leicht aus dem Gummimaterial herausgelöst, so dass potentiell bei Verwendung dieses Kondoms 1,36 Mikrogramm N-Nitrosamine abgegeben werden können.

Zitat 2: N-Nitrosamine zählen zu den stärksten krebserregenden Stoffen.

Zitat 3: Nach unserer Meinung besteht dringend Handlungsbedarf seitens der Hersteller.

Hohn ist, dass der CVUA auf die BfArM (Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte) verweist, und umgekehrt.

http://www.cvua-stuttgart.de/seiten/bedarf_nitros_kondome2004.html
http://www.bfarm.de/de/Medizinprodukte/mp_akt/index.php?more=nitrosam_in_kondomen.php

Die drei Kondome ohne Nitrosamine werden nicht genannt. Dem CVUA und dem BfArM sind eigene wirtschaftliche Interessen wichtiger als die Gesundheit der Bürger. Diesen Vorwurf müssen diese Stellen sich bisher gefallen lassen.

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