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ISSN 1860-5796 Das Beste, und nicht irgendwas!

Über die Kunst, faul zu sein

Haben Sie Mut zur Muße! Sich Freiheit zu nehmen braucht Mut. Denn es heißt, anders als andere zu sein. Einfach faul. Werden Sie ein kreativer Müßiggänger!

Wie faul ist faul?

Ein Mercedes-Fahrer hält am Straßenrand und fragt einen Burschen, der strohhalmkauend in der Wiese liegt, nach dem Weg. Der Junge hebt den Fuß und zeigt nach Süden. Der Fahrer sagt: "Wenn Sie noch so eine faule Antwort haben, zahle ich Ihnen 20,- Euro." Der junge sagt: "Stecken Sie den Schein in meine Tasche."

Ein anderes Beispiel:

Jemand sitzt da, stiert in eine Ecke, kaut an einem Bleistift. Tut nichts. Nippt am Kaffee, läuft ein bischen im Zimmer herum. Setzt sich hin. Tut wieder nichts. Dann geht er auf ein Schwätzchen in ein anderes Zimmer. Kommt zurück und legt seine Beine hoch. Tut ganz offensichtlich nichts. Unanständig. Provozierend. Die Kollegen tuscheln. Kurz vor Arbeitsschluss ist er 30 Minuten aktiv und schreibt am Computer. Er verlässt pünktlich die Firma. Am nächsten Tag wird er befördert. Warum? Seine Idee hat den Betrieb vor dem Konkurs bewahrt - ausgetüftelt mit den Füßen auf dem Schreibtisch, beim Schwätzchen mit Kollegen.

Faulheit ist göttlich

Faulheit ist ein Zustand der Harmonie, der Zufriedenheit mit dem Augenblick. Faulheit ist eine göttliche Erfindung, von Dichtern besungen. Den Griechen ist die Muße unendlich kostbar. SIe ist der Ort für das Erlebnis von Glück, Heil und Sinn des Lebens schlechthin. Die Muße ist zwecklos, aber höchst sinnvoll verbrachte Zeit.

Wenn Sie faul sind ...

Vom Nichtstun profitiert das ganze System Mensch - jede einzelne Körperzelle:
  • Das Nervensystem schaltet von turboaktiv auf baldrianzufrieden.
  • Der Puls sinkt.
  • Die Atmung wird tiefer.
  • Der Blutdruck normalisiert sich.
  • Das Imunsystem tankt Kraft.
  • Die Stresshormone werden abgebaut.
  • Gedanken können frei fließen.
  • Muskelverspannung und Stressblockaden im Gehirn können sich lösen.
  • Die Körperzellen werden repariert.

Machen Sie es wie die Südländer!

Warum leben Südländer länger als wir? Olivenöl und Müßiggang beim Spiel schützen das Herz!

Spanier, Griechen und Italiener etc. sind seltener von Tumoren betroffen als Dänen, Luxemburger und Niederländer, die die Gesamtstatistik anführen (Deutschland ist im oberen Drittel). Ein Grund dafür ist die Ernährung. Auf den Speisezetteln unserer südlichen Nachbarn stehen oft drei Zutaten, die als sogenannte Krebskiller gehandelt werden: Olivenöl, Zitronen und Knoblauch, dazu viel frisches Gemüse, Obst und Fisch. Ein weitere Grund ist die Muße. Ob bei der Siesta oder beim Spiel mit Freunden.

(c) 2003 Tippgeber.de

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Letzte Änderung: 22.03.2005; 09:50:57.