Nachgedacht!

Was ist Realität, und was Fiktion? Gibt es die Illuminaten? Sind die Hinterfrager der Bilderberg Konferenzen wirklich Verschwöhrungstheoretiker? Waren wirklich jemals Menschen auf dem Mond? Harter Tobak.
Absatz!

Jedenfalls schreibt der Krimibuchautor Wolfgang Schorlau so spannende Geschichten, die fast so gewesen sein könnten.

Wolfgang Schorlau (c) Heike Schiller
Wirklich gut dargestellt ist die Verknüpfung von Fiktion und Fakten in der “Blauen Liste“. Keine “Verschwörungstheorien” werden von Wolfgang Schorlau aufgestellt. Er behauptet auch nicht die ultimative Wahrheit gefunden zu haben. Aber er gibt dem Leser eine andere mögliche Wahrheit zur Auswahl. In seinem Buch schreibt er selbst: “Wenn Polizei, Justiz und Politik versagt haben, muss es dem Geschichtenerzähler erlaubt sein zu sagen: Es ist nur eine Geschichte, aber vielleicht war es so.” Diese mögliche Geschichte erzählt Wolfgang Schorlau sehr beeindruckend!

Aus “Die Blaue Liste – Georg Denglers erster Fall”:

Am 21. April 1991 wird Detlef Carsten Rohwedder, Präsident der Treuhandgesellschaft, erschossen. Seinem Tod folgen eine drastische Kurskorrektur und der Ausverkauf des Ostens. Sechs Wochen nach dem Attentat stürzt die vollbesetzte Boeing 767-300 ER der Lauda Air über dem Dschungel Thailands ab; 223 Menschen sterben. Seit diesem Tag kennt der allgemeine Sprachgebrauch den Begriff »Schubumkehr«. Im Juni 1993 wird das RAF-Mitglied Wolfgang Grams auf dem Bahnhof von Bad Kleinen erschossen. Fast zehn Jahre nach seinem Tod behauptet das Bundeskriminalamt, er sei am Tatort des Mordes an Rohwedder gewesen. Tatsächlich wurden alle drei »Geschehnisse« nie wirklich aufgeklärt.

Wolfgang Schorlau hat in seinem ersten Krimibuch aus dem jahr 2005 einen so brisannten Fall aufgerollt. Mittlerweile sind drei weitere ebenso spannende Krimis von ihm entstanden.

Wolfgang Schorlau schreibt zurzeit diejenigen Kriminalromane, die am dichtesten dran sind an einer sozialen Realität.
Hamburger Abendblatt

Bild1: ©Gerd Altmann/wordle.net / pixelio.de
Bild2: © Heike Schiller / schorlau.com