Obst und Gemüse mit illegalen Pestiziden belastet
Pestizide sind ein schlechtes Geschäft für Verbraucher: Sie zahlen doppelt für Agrargifte, die dann auch noch ihre Gesundheit gefährden können. Mit dem Kaufpreis für Obst und Gemüse finanzieren sie die Laborkontrollen der Produzenten und Einzelhändler. Mit ihren Steuern zahlen sie für die staatliche Überwachung von Lebensmitteln und Grundwasser.
Der Trend geht zum Pestizidcocktail
Seit einigen Jahren untersucht Greenpeace den Pestizidgehalt von Obst und Gemüse. 2005 erschien der erste Einkaufsratgeber Essen ohne Pestizide. Greenpeace hat die im Frühjahr 2008 des Bundesamtes für Verbraucherschutz veröffentlichten Daten ausgewertet, da das Bundesamt für Verbraucherschutz seine Analysen nicht auf illegale Pestizide überprüft! Eine Neuauflage ist für nächstes Jahr geplant.

Illegalen Pestizide befanden sich besonders häufig in frischen Kräutern und Himbeeren (18 Prozent der Proben), gefolgt von Feldsalat, Birnen, Rucola und Johannisbeeren (6 bis 8 Prozent der Proben).
Manfred Krautter, Chemieexperte von Greenpeace:
Viele deutsche Obstbauern und Landwirte verspritzen illegale und hochgefährliche Pestizide. Diese Gifte landen auf dem Teller der Verbraucher. Es ist ein Skandal, dass die oberste deutsche Verbraucherschutzbehörde ihre eigenen Labordaten nicht auf illegale Pestizide untersucht. So werden schwere Rechtsbrüche der Landwirte verdunkelt anstatt aufgeklärt.
Den Report Illegale Pestizide in Obst und Gemüse aus Deutschland gibt es hier direkt von Greenpeace. Weiterlesen >>>
Eine Langzeitstudie der Universität Bordeaux ergab: Pestizide machen dumm. Wer ständig Agrogifte einatmet, verliert schnell das Gedächtnis.
Bereits 2009 gab es in den USA und Frankreich wissenschaftliche Veröffentlichungen zu etwaigen Zusammenhängen zwischen dem Einatmen von Pestiziden und Krankheiten wie Parkinson, Diabetes und Alzheimer. Als möglicher Hauptauslöser wurde die Verwendung von Nitrat als Düngemittel vorgestellt. Bakterien lassen aus Nitrat in Lebensmitteln und im menschlichen Körper Nitrit entstehen. Nitrit verbindet sich im Körper mit Aminen aus Eiweiß zu gesundheitsschädlichen, krebserregenden Nitrosaminen.
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